Um dein Fitnessstudio im Google Business Profile zu optimieren, wählst du zuerst die passende Hauptkategorie, pflegst Öffnungszeiten und Leistungen vollständig und belegst dein Angebot mit echten Fotos. Das Google Business Profile (früher „Google My Business") ist dein kostenloser Firmeneintrag in Google Suche und Google Maps, mit Adresse, Öffnungszeiten, Fotos und Bewertungen. Wer dort sauber arbeitet, wird bei Suchen wie „Fitnessstudio in meiner Nähe" besser verstanden. Laut unseren Messungen greifen auch KI-Assistenten typischerweise auf diese Angaben zurück, wenn sie ein Studio empfehlen.

Die richtige Hauptkategorie: Fitnessstudio, Fitnesscenter, Yogastudio oder EMS-Studio

Die Hauptkategorie ist die wichtigste Einzelangabe im Profil. Sie sagt Google, was du im Kern bist. Du kannst nur eine wählen, also frage dich: Womit verdienen wir den größten Teil unseres Umsatzes?

Studiotyp Naheliegende Hauptkategorie
Klassisches Studio mit Geräten und Kursen Fitnessstudio
Reines Kurs- oder Yogaangebot Yogastudio (bzw. Pilates-Studio)
Betreuung 1:1, kein Gerätepark Personal Trainer
Boxen, Kampfsport passende Kategorie wie Boxstudio oder Kampfsportschule
EMS-Training oft „Fitnessstudio" oder „Personal Trainer"

Die genauen Bezeichnungen können sich ändern. Tippe im Profil unter „Info bearbeiten" einfach das Stichwort in das Kategorienfeld und sieh, was Google anbietet. Für EMS-Studios gibt es nach unserem Kenntnisstand keine eigene Kategorie. Nimm die Kategorie, die deinem Studio am nächsten kommt, und nenne „EMS" in Leistungen und Beschreibung.

Ein häufiger Fehler: Ein Studio mit 80 Prozent Geräteumsatz wählt „Yogastudio", weil es einen Kursraum hat. Das führt zu falschen Erwartungen und schlechteren Bewertungen.

Zusatzkategorien und Attribute passend zum Angebot

Zusatzkategorien ergänzen die Hauptkategorie um Nebenangebote. Ein Studio mit Kursprogramm kann zum Beispiel „Yogastudio" oder „Pilates-Studio" ergänzen, wenn diese Kurse regelmäßig laufen. Wähle nur Kategorien, die du wirklich anbietest. Fünf passende Kategorien sind besser als fünfzehn weit gefasste.

Attribute sind Haken und Kurzangaben, die Google je nach Kategorie anbietet. Prüfe, ob diese für dein Studio verfügbar sind:

  • Barrierefreiheit: rollstuhlgerechter Eingang, rollstuhlgerechter Parkplatz, barrierefreie Toilette
  • Ausstattung: WLAN, Parkplätze, gegebenenfalls Hinweise zu Duschen oder Umkleiden
  • Zielgruppen: zum Beispiel „Frauenfreundlich", sofern es dein Konzept widerspiegelt

Was es als Attribut nicht gibt, etwa die Sauna, den Kursraum oder den Wellnessbereich, schreibst du in die Unternehmensbeschreibung und in die Leistungen. Formuliere konkret: „Saunabereich mit zwei Kabinen, Nutzung im Premium-Tarif enthalten" ist hilfreicher als „Wellness inklusive".

Öffnungszeiten, Kernzeiten und 24/7-Zugang sauber pflegen

Interessenten stehen ungern vor verschlossener Tür. Das gilt besonders bei Studios, in denen sich Zugang und Betreuung unterscheiden.

  • Studio mit Personal: Trage die Zeiten ein, zu denen die Empfangstheke besetzt ist und du Probetrainings machen kannst.
  • 24/7-Studio mit Chipkarte: Setze „Rund um die Uhr geöffnet" nur, wenn Mitglieder wirklich immer trainieren können. Schreibe in die Beschreibung, wann Personal da ist, etwa „Beratung und Probetraining Mo–Fr 10–19 Uhr".
  • Kursstudio: Die Öffnungszeiten sind die Zeiten, in denen jemand ohne Termin hereinkommt. Den Kursplan pflegst du als Beitrag oder auf der Website, zum Beispiel über dein Buchungssystem wie Eversports oder Magicline.

Pflege Sonderöffnungszeiten für Feiertage und Sommerpausen. In Deutschland und Österreich unterscheiden sich die Feiertage je nach Bundesland, in Österreich auch Brückentage. Eine ausführliche Anleitung findest du in Öffnungszeiten korrekt pflegen: Sommerzeit, Feiertage und kurzfristige Schließungen.

Leistungen und Produkte: Probetraining, Personal Training, Kurse und Mitgliedschaften beschreiben

Im Bereich Leistungen (Services) listest du auf, was Kunden bei dir buchen oder nutzen können. Das ist der Ort für die Fragen, die Interessenten wirklich stellen: Was kostet der Einstieg? Kann ich es erst testen? Wie komme ich wieder raus?

Lege zum Beispiel diese Einträge an:

  • Probetraining: „Kostenloses Probetraining, ca. 60 Minuten, mit Einweisung. Bitte Sportkleidung und Handtuch mitbringen." Verlinke hier den Buchungslink.
  • Personal Training: Dauer, Preis oder „ab"-Preis, Ablauf des Erstgesprächs.
  • Kurse: Nenne Kursarten wie Rückenfit, Spinning, Yoga oder HIIT und ob sie im Tarif enthalten sind.
  • Mitgliedschaften: Laufzeiten, Preise und Kündigungsfrist in kurzen Worten.

Nutze außerdem das Feld für den Terminlink (Buchungslink), falls vorhanden. Gib dort das Probetraining an, nicht die Startseite. Wenn du bei Urban Sports Club, EGYM Wellpass oder Hansefit gelistet bist, erwähne das in der Beschreibung, denn viele Interessenten suchen genau danach. Schreibe es aber nur hinein, wenn es aktuell stimmt.

Dieselben Fragen solltest du auch auf deiner Website beantworten. Wie das geht, steht in Fitnessstudio-Website mit FAQ: Antworten auf Preis, Kündigung und Probetraining.

Fotos und Beiträge: Geräteflächen, Kursräume, Umkleiden und Trainer glaubwürdig zeigen

Interessenten wollen vor dem ersten Besuch sehen, ob sie sich wohlfühlen. Ein Studio, das nur Logo und Außenansicht zeigt, wirkt unnahbar. Lade echte, aktuelle Fotos hoch:

  1. Außenansicht und Eingang, damit man dich findet
  2. Geräteflächen zu verschiedenen Tageszeiten, nicht nur leer und aufgeräumt
  3. Kursraum mit Ausstattung wie Matten und Hanteln
  4. Umkleiden, Duschen, Spinde, denn genau danach wird oft gefragt
  5. Sauna oder Wellnessbereich, falls vorhanden
  6. Trainerteam, mit deren Einverständnis

Achte beim Datenschutz auf die DSGVO: Mitglieder auf Fotos brauchst du nur mit klarer Einwilligung. Im Zweifel fotografiere Räume ohne Personen. Mehr zu diesem Thema steht in So nutzt du Google Fotos und Bilder strategisch für lokale Sichtbarkeit.

Beiträge sind kurze Mitteilungen direkt im Profil. Sie eignen sich für Aktionen wie „Probemonat im Januar", für neue Kurse oder für Feiertagsöffnungszeiten. Halte sie sachlich, mit Datum und klarem Button wie „Anrufen" oder „Mehr erfahren". Ein bis zwei Beiträge pro Monat sind besser als ein hektischer Start, der nach drei Wochen einschläft.

Bewertungen beantworten und Fragen & Antworten für typische Interessentenfragen nutzen

Bewertungen sind für Studios besonders wichtig, weil die Entscheidung eine längere Bindung bedeutet. Bitte zufriedene Mitglieder aktiv um eine Bewertung, zum Beispiel über den Kurzlink zu deinem Profil am Empfang oder in der Begrüßungsmail. Kaufe keine Bewertungen und filtere nicht vorab nur positive Stimmen heraus, denn das verstößt gegen die Richtlinien von Google.

So antwortest du:

  • Bei Lob: kurz danken und einen konkreten Punkt aufgreifen („Schön, dass dir der Rückenkurs gefällt").
  • Bei Kritik: sachlich bleiben, entschuldigen, wo es angebracht ist, und ein Gespräch anbieten. Nenne keine Vertragsdetails oder Namen von Mitgliedern öffentlich.
  • Bei Kündigungsstreit: Verweise auf den persönlichen Kontakt, statt Details öffentlich zu klären.

Die Funktion Fragen & Antworten erlaubt es Nutzern, öffentlich Fragen zu stellen. Google verändert diese Funktion von Zeit zu Zeit und blendet sie je nach Profil und Region unterschiedlich ein. Prüfe also, ob sie bei dir sichtbar ist. Ist das der Fall, beantworte Fragen wie „Gibt es Parkplätze?", „Kann ich unabhängig vom Vertrag kündigen?" oder „Gibt es Kurse für Anfänger?" selbst und zügig. Fehlt die Funktion, gehören diese Antworten in die Beschreibung, in die Leistungen und auf die Website.

Wie KI-Assistenten Studios einordnen, erklärt der Beitrag Wie KI-Assistenten ein Fitnessstudio in deiner Stadt auswählen. Wenn du alles schrittweise umsetzen willst, hilft der 30-Tage-Plan für KI-Empfehlungen.

Zum Schluss: prüfen, ob es ankommt

Nach der Optimierung lohnt ein Blick von außen. Suche selbst nach „Fitnessstudio [dein Ort]", „Probetraining [dein Stadtteil]" und deinen Kursarten. Prüfe, ob dein Studio erscheint und ob die Angaben stimmen. Mit dem kostenlosen Check von suggestedby.ai kannst du außerdem messen, ob KI-Assistenten dein Studio bei solchen Fragen nennen. Eine Garantie für Empfehlungen gibt es nicht, aber ein vollständiges, aktuelles Profil ist die solide Grundlage.