Um Ihr Google-Unternehmensprofil als Immobilienmakler zu optimieren, setzen Sie die richtige Hauptkategorie, pflegen Sie Leistungen einzeln und tragen Sie ein realistisches Einsatzgebiet ein. Danach folgen aktuelle Fotos, eine klare Beschreibung und regelmäßige Bewertungen von Eigentümern und Vermietern. Diese Felder entscheiden, ob Sie bei Suchen wie „Makler Wohnung verkaufen in meiner Stadt" auftauchen.

Das Google Business Profile (früher „Google My Business", auf Deutsch „Unternehmensprofil") ist der kostenlose Eintrag, der bei Google Suche und Google Maps neben Ihrem Firmennamen erscheint. Es zeigt Adresse, Leistungen, Fotos und Bewertungen. Nach unserer Erfahrung greifen auch KI-Assistenten auf diese Angaben zurück, wenn sie einen Makler vor Ort nennen sollen.

Die passende Hauptkategorie und sinnvolle Zusatzkategorien

Die Hauptkategorie ist das wichtigste Einzelfeld im Profil. Sie sagt Google, wofür Sie in erster Linie stehen. Für die meisten Büros ist „Immobilienmakler" die richtige Wahl.

Zusatzkategorien helfen, wenn Sie wirklich weitere Tätigkeiten anbieten. Mögliche Beispiele, je nach Angebot:

  • Immobilienberater oder Immobilienagentur, falls Sie Beratung als eigenes Angebot führen
  • Hausverwaltung, aber nur wenn Sie tatsächlich Objekte verwalten
  • Immobiliengutachter, aber nur mit entsprechender Qualifikation
  • Wohnungsvermittlung, wenn Vermietung ein echter Schwerpunkt ist

Die Kategorienamen ändert Google gelegentlich. Suchen Sie im Profil unter „Kategorien" deshalb nach den Begriffen und wählen Sie, was angeboten wird. Fünf bis sechs unpassende Kategorien verwässern das Profil eher, als dass sie nützen.

Wie das bei einem anderen Gewerbe aussieht, zeigt der Beitrag zur Kategorienwahl bei Friseuren. Das Prinzip ist dasselbe: eine klare Haupt-, wenige Zusatzkategorien.

Achten Sie auch beim Firmennamen auf Ehrlichkeit. Tragen Sie den Namen so ein, wie er auf Schild, Impressum und Visitenkarte steht. Zusätze wie „Immobilien München günstig" verstoßen gegen die Richtlinien und können zur Sperrung führen.

Leistungen wie Verkauf, Vermietung und Wertermittlung sauber auflisten

Im Bereich „Leistungen" (Services) können Sie einzelne Angebote mit Beschreibung eintragen. Viele Makler lassen das leer oder schreiben nur „Immobilienvermittlung". Dabei suchen Eigentümer meist nach einer konkreten Aufgabe.

Legen Sie jede Leistung als eigenen Eintrag an und beschreiben Sie sie in ein bis zwei Sätzen:

Leistung Beispiel für die Kurzbeschreibung
Immobilienverkauf Vermarktung von Wohnungen und Häusern von der Bewertung bis zum Notartermin
Vermietung Mieterauswahl, Exposé, Besichtigungen und Mietvertrag für Eigentümer
Wertermittlung Kostenlose Ersteinschätzung des Marktwerts Ihrer Immobilie
Erbimmobilien Beratung beim Verkauf oder der Vermietung geerbter Objekte
Mietersuche Vermittlung an geprüfte Interessenten für Ihre Wohnung

Die Wertermittlung ist die Einschätzung, was eine Immobilie am Markt voraussichtlich bringt. Sie ist oft der erste Kontakt zwischen Eigentümer und Makler. Schreiben Sie deshalb dazu, ob sie kostenlos ist und wie sie abläuft (Vor-Ort-Termin, Unterlagen, Dauer). Falls Sie nur eine Ersteinschätzung und kein Verkehrswertgutachten anbieten, sagen Sie das offen.

Ergänzen Sie unter „Termin" oder „Link zur Terminbuchung" einen Link zu Ihrer Wertermittlungsseite. Die Texte dort können Sie nach den Hinweisen aus dem Artikel Makler-Website in den Worten der Eigentümer aufbauen.

Einsatzgebiet und Standort ehrlich und präzise angeben

Google unterscheidet zwischen Unternehmen mit Kundenverkehr und solchen, die zu Kunden fahren. Ein Makler mit Büro, in das Kunden kommen können, zeigt die Adresse im Profil. Zusätzlich können Sie ein Einsatzgebiet (Service Area) eintragen, also die Orte oder Stadtteile, in denen Sie Objekte betreuen.

Tragen Sie dort nur Gebiete ein, in denen Sie tatsächlich arbeiten. Ein paar Hinweise:

  • Nennen Sie konkrete Städte, Gemeinden oder Stadtteile statt eines ganzen Bundeslandes.
  • Google erlaubt bis zu 20 Einsatzgebiete, Sie müssen die Grenze nicht ausreizen.
  • Legen Sie keine zusätzlichen Profile für Städte an, in denen Sie kein Büro haben. Das gilt als Verstoß gegen die Richtlinien.
  • Arbeiten Sie nur von zu Hause aus und empfangen keine Kunden, können Sie die Adresse ausblenden.

Ihre Adresse sollte exakt mit Impressum und Website übereinstimmen, inklusive Schreibweise und Telefonnummer. Wer in Österreich tätig ist, prüft zudem, dass der Eintrag zur Gewerbebezeichnung (Immobilientreuhänder) und zu den Angaben auf Willhaben oder ImmoScout24 passt. Gleiche Angaben auf allen Portalen stärken das Vertrauen von Suchmaschinen und Assistenten.

Auch die Öffnungszeiten gehören zum Standort. Gerade bei Besichtigungen am Samstag sollten sie stimmen. Wie Sie Feiertage und Sonderzeiten pflegen, steht im Beitrag zu den Öffnungszeiten im Google Business Profile.

Fotos, Team und Objekt-Referenzen im Profil einsetzen

Eigentümer geben ihr wichtigstes Vermögen aus der Hand. Deshalb wollen sie sehen, wer das tut. Laden Sie echte Bilder hoch, keine Stockfotos:

  • Außenansicht des Büros, damit man es findet
  • Innenräume und Beratungsbereich
  • Porträts der Maklerinnen und Makler mit Namen im Team-Bereich Ihrer Website
  • Verkaufte oder vermietete Objekte als Referenz

Bei Objektfotos zählt der Datenschutz. Zeigen Sie nur Bilder, für die der Eigentümer zugestimmt hat. Entfernen Sie Namen, Klingelschilder und Hausnummern, wenn das gewünscht ist. Ein Beitrag wie „Verkauft: 3-Zimmer-Wohnung in [Stadtteil]" mit Vermarktungsdauer ist stärker als ein Foto ohne Kontext.

Tipps zum Ablauf finden Sie im Artikel über Google Fotos und Bilder für lokale Sichtbarkeit. Wichtig ist auch, Fotos laufend zu ergänzen und das Titelbild aktuell zu halten.

Beschreibung und Beiträge, die Eigentümerfragen beantworten

Die Beschreibung hat 750 Zeichen. Sichtbar sind meist nur die ersten Zeilen, sagen Sie also früh, wer Sie sind. Ein Beispiel:

„Wir sind ein Immobilienbüro in [Stadt] und vermitteln seit [Jahr] Wohnungen und Häuser in [Stadtteile]. Wir bieten Verkauf, Vermietung und kostenlose Wertermittlung. Unser Team berät Eigentümer persönlich vor Ort."

Vermeiden Sie Superlative wie „der beste Makler der Stadt". Sie lassen sich nicht belegen und helfen niemandem bei der Entscheidung.

Nutzen Sie außerdem Beiträge (Updates) im Profil. Sie eignen sich für Antworten auf Fragen, die Eigentümer wirklich stellen:

  • Was kostet ein Makler und wer zahlt die Provision?
  • Welche Unterlagen brauche ich für den Verkauf (Grundbuchauszug, Energieausweis)?
  • Wie lange dauert ein Verkauf in [Stadt] typischerweise?
  • Was ist bei einer Erbengemeinschaft zu beachten?

Schreiben Sie kurz, sachlich und ohne Preisversprechen. Verlinken Sie auf die passende Seite Ihrer Website. Ein bis zwei Beiträge im Monat reichen, es geht um Aktualität und Klarheit, nicht um Menge.

Wie Assistenten bei der Auswahl denken, erklärt der Beitrag Wie KI-Assistenten einen Immobilienmakler in deiner Stadt auswählen. Welche Portale dabei zitiert werden, beschreibt ImmoScout24, Immowelt und Google: Welche Portale und Bewertungsquellen KI bei Maklern zitiert.

Bewertungen von Verkäufern und Vermietern gezielt sammeln

Bewertungen sind bei Maklern besonders wichtig, weil der Auftrag groß ist und die Entscheidung selten spontan fällt. Eigentümer lesen häufig, wie ein Makler mit Preisverhandlungen und Besichtigungen umgegangen ist.

So gehen Sie praktisch vor:

  1. Öffnen Sie Ihr Profil und kopieren Sie den Link zum Teilen von Bewertungen.
  2. Schicken Sie ihn nach dem Notartermin oder der Schlüsselübergabe per E-Mail oder Nachricht, mit ein bis zwei persönlichen Sätzen.
  3. Fragen Sie Verkäufer, Vermieter und Käufer, nicht nur die zufriedensten.
  4. Bitten Sie darum, Ablauf und Betreuung zu beschreiben, etwa Kommunikation, Besichtigungen oder Vermarktung.
  5. Antworten Sie auf jede Bewertung sachlich, auch auf kritische.

Bieten Sie keine Gegenleistung an, etwa Rabatt auf die Provision, und wählen Sie nicht nur zufriedene Kunden aus. Beides verstößt gegen Googles Richtlinien. Bewertungen auf Jameda sind für Ärzte, im Maklerbereich zählen vor allem Google, ProvenExpert und teils Portale wie ImmoScout24. Konzentrieren Sie sich zuerst auf Google, weil dort die meisten Suchenden hinschauen.

Ob ein Assistent Ihren Namen tatsächlich nennt, lässt sich messen. Der kostenlose Check von suggestedby.ai zeigt, ob und wie KI-Assistenten Sie bei einer typischen Eigentümerfrage nennen. Das ersetzt keine Pflege des Profils, zeigt aber, wo Sie stehen.

Planen Sie einmal pro Quartal eine Stunde ein: Kategorien prüfen, neue Fotos hochladen, Leistungen und Einsatzgebiet aktualisieren, unbeantwortete Bewertungen beantworten. Das ist weniger Aufwand als eine Anzeige und das Profil bleibt aktuell.