Wer im Google Business Profile die richtige Hauptkategorie wählt, jede Leistung einzeln mit Namen, Preis und Dauer einträgt und einen funktionierenden Buchungslink hinterlegt, gibt Google und KI-Assistenten genau die Fakten, die sie für eine Empfehlung brauchen. Das Google Business Profile (früher „Google My Business“) ist der kostenlose Unternehmenseintrag, der bei Google Suche und Google Maps neben deinem Studio erscheint. Typischerweise greifen auch KI-Assistenten auf solche strukturierten Angaben zurück, wenn sie ein Nagelstudio, Wimpernstudio oder eine Fußpflege nennen sollen.

Die passende Hauptkategorie und sinnvolle Zusatzkategorien wählen

Die Hauptkategorie ist die Einordnung, die Google als wichtigste Beschreibung deines Betriebs liest. Sie beeinflusst, bei welchen Suchen du überhaupt in Frage kommst, und sie steht oft direkt unter deinem Namen.

So gehst du vor:

  1. Öffne dein Profil, gehe auf „Profil bearbeiten“ und dann auf „Unternehmensinformationen“.
  2. Wähle als Hauptkategorie die Tätigkeit, mit der du den größten Teil deines Umsatzes machst. Macht dein Studio vor allem Nägel, passt eine Kategorie wie „Nagelstudio“. Liegt der Schwerpunkt auf Gesichtsbehandlungen, Waxing und Wimpern, ist „Kosmetikstudio“ meist der bessere Start.
  3. Ergänze Zusatzkategorien nur für Leistungen, die du regelmäßig anbietest, zum Beispiel Wimpernstudio oder Fußpflege. Du kannst mehrere Zusatzkategorien hinterlegen, aber mehr ist nicht automatisch besser.

Die genauen Bezeichnungen der Kategorien kann Google ändern. Schau deshalb in der Auswahlliste nach, welche Begriffe dort aktuell stehen, und nimm die, die deine Leistung am direktesten beschreiben. Eine Verwechslung mit medizinischer Fußpflege (Podologie) solltest du vermeiden, wenn du kosmetische Fußpflege anbietest und keine podologische Praxis bist.

Wie die Kategorienwahl bei einem verwandten Gewerbe aussieht, zeigt der Beitrag Google Business Profile: Welche Kategorie(n) für einen Friseur in Deutschland den Unterschied machen.

Leistungen so benennen, wie Kundinnen danach suchen

Im Profil gibt es den Bereich „Dienstleistungen“ (je nach Kategorie auch als Leistungsübersicht oder Menü sichtbar). Dort legst du jede Behandlung als eigenen Eintrag an. Ein einziger Satz wie „Wir bieten alles rund um Schönheit“ hilft weder Kundinnen noch KI-Assistenten.

Benenne Leistungen so, wie jemand sie in ein Suchfeld oder in einen Chat tippen würde:

Statt … besser …
Nail Design Gelnägel Neumodellage
Wimpern Wimpernverlängerung 1:1 (Classic)
Fuß-Wellness Kosmetische Fußpflege mit Lackieren
Gesichtsbehandlung Klassische Gesichtsreinigung mit Ausreinigung
Haarentfernung Waxing Beine komplett

Zu jedem Eintrag schreibst du ein bis zwei kurze Sätze: Was passiert bei der Behandlung? Für wen ist sie geeignet? Was ist enthalten (zum Beispiel Nagelpflege, Feilen, Farbe)? Schreibe sachlich und ohne Superlative. Eine KI kann „Auffüllen nach 3 bis 4 Wochen, inklusive Entfernen der alten Gelschicht“ zitieren, bei „das beste Erlebnis der Stadt“ hat sie nichts, was sie wiedergeben könnte.

Behalte die Begriffe auch auf deiner Website und bei Treatwell, Booksy oder Shore gleich. Wenn dieselbe Behandlung überall anders heißt, wirkt dein Studio für automatische Systeme weniger eindeutig.

Preise und Behandlungsdauer angeben

Viele Kundinnen fragen zuerst: „Was kostet Wimpernverlängerung?“ oder „Wie lange dauert Neumodellage?“ Fehlen diese Angaben, bleibt ihnen nur, ein anderes Studio mit Preisangabe anzuschauen.

Im Dienstleistungseintrag kannst du einen Preis hinterlegen. Das funktioniert so:

  • Festpreis, wenn die Leistung immer gleich viel kostet (zum Beispiel Maniküre ohne Lack).
  • „Ab“-Preis, wenn es Varianten gibt (zum Beispiel Neumodellage ab 55 €, je nach Länge und Design). Die Zahl ist hier nur ein Beispiel, trage deine echten Preise ein.
  • Dauer in den Beschreibungstext, zum Beispiel „Dauer ca. 90 Minuten“, falls ein eigenes Feld fehlt.

Bei Auffüllterminen hilft ein Hinweis wie „Auffüllen nach 3 Wochen“. Bei Aufpreisen, etwa für Nail Art oder Nagelreparatur, nennst du die Staffelung kurz in der Beschreibung.

Wichtig: Aktualisiere Preise, sobald du sie änderst. Veraltete Preise auf Google, Treatwell und deiner eigenen Seite führen zu Rückfragen und Ärger am Termin. Setze dir zweimal im Jahr einen festen Prüftermin.

Ein Studio mit guter Beschreibung, aber ohne Buchungsmöglichkeit, verliert Kundinnen im entscheidenden Moment.

Buchungslink: Im Profil kannst du unter „Termin“ bzw. „Buchungslink“ eine URL hinterlegen. Das kann die Buchungsseite deiner eigenen Website sein oder dein Eintrag bei Treatwell, Booksy oder Shore. Teste den Link auf dem Handy: Landet man direkt in der Terminauswahl oder erst auf einer Startseite, die man suchen muss? Je kürzer der Weg, desto häufiger wird gebucht.

Öffnungszeiten: Trage reguläre Zeiten ein, und für Feiertage und Betriebsferien Sonderöffnungszeiten. Gerade bei Studios, die nur mit Termin arbeiten, gilt: Schreibe in die Beschreibung, dass Termine nach Vereinbarung möglich sind. Wie du Sommerzeit, Feiertage und kurzfristige Schließungen sauber pflegst, steht in Öffnungszeiten korrekt pflegen.

Terminhinweise gehören in die Unternehmensbeschreibung und in die Leistungstexte:

  • Wie lange vorher sollte man buchen?
  • Bis wann kann man kostenfrei absagen?
  • Gibt es Wartezeiten oder Laufkundschaft?
  • Ist das Studio barrierefrei zugänglich?

Tipp: Nutze zusätzlich die Attribute im Profil (zum Beispiel Zahlungsarten, Barrierefreiheit), soweit Google sie für deine Kategorie anbietet.

Fotos von Behandlungsraum, Hygiene und Ergebnissen

Bei Nagelstudio, Wimpern und Fußpflege entscheiden Kundinnen oft nach Optik und Sauberkeit. Fotos sind deshalb mehr als Dekoration. Sie zeigen, was du in Worten nur behaupten könntest.

Sinnvolle Motive:

  • Eingangsbereich und Empfang, damit man das Studio wiedererkennt
  • Behandlungsplatz oder Liege, aufgeräumt und gut ausgeleuchtet
  • Sterilisierte Instrumente oder eine Hygieneablage (ohne Kundinnen im Bild)
  • Ergebnisse: Nägel, Wimpern, Fußpflege, jeweils mit Einverständnis der Kundin
  • Das Team, mit Namen in der Beschreibung oder auf der Website

Lade eigene Fotos hoch, keine Stockbilder. Benenne die Dateien sinnvoll, bevor du sie hochlädst (zum Beispiel „wimpernverlaengerung-ergebnis.jpg“). Und verzichte auf Aufnahmen, auf denen Kundinnen erkennbar sind, wenn keine schriftliche Einwilligung vorliegt. Das ist gerade im deutschsprachigen Raum wegen der Datenschutzregeln wichtig.

Mehr zur Strategie hinter Bildern findest du in So nutzt du Google Fotos und Bilder strategisch für lokale Sichtbarkeit.

Häufige Fragen im Profil beantworten

Kundinnen stellen vor dem Termin fast immer dieselben Fragen: Ist eine Wimpernverlängerung bei empfindlichen Augen möglich? Muss ich alte Gelnägel vorher entfernen lassen? Bringe ich eigene Produkte mit? Je klarer dein Profil diese Punkte beantwortet, desto weniger muss eine Kundin nachfragen, und desto eher kann eine KI die Antwort aus deinen Angaben ableiten.

Google verändert die Funktionen im Profil immer wieder. Das gilt auch für den Bereich „Fragen und Antworten“, der nicht in jedem Profil mehr verfügbar ist. Prüfe deshalb, was du in deinem Profil siehst, und nutze die Wege, die es gibt:

  • Q&A, falls in deinem Profil sichtbar: Beantworte jede gestellte Frage kurz und freundlich, möglichst als Inhaber oder Inhaberin.
  • Unternehmensbeschreibung: Baue die drei bis fünf häufigsten Fragen als kurze Sätze ein.
  • Leistungstexte: Schreibe Hinweise wie „Bitte ohne Make-up im Augenbereich kommen“ direkt zur Behandlung.
  • Antworten auf Bewertungen: Eine sachliche, freundliche Antwort zeigt, dass jemand das Profil betreut. Nenne dabei nie persönliche Details der Kundin.

Auch Bewertungen auf Treatwell und Google fließen in das ein, was KI-Assistenten über ein Studio wiedergeben. Welche Portale in Deutschland und Österreich dabei typischerweise eine Rolle spielen, beschreibt Treatwell, Google und Co..

Wie du prüfst, ob es wirkt

Ein gepflegtes Profil ist die Basis, aber kein Versprechen. KI-Assistenten gewichten Quellen unterschiedlich, und Antworten können sich von Tag zu Tag ändern. Einen Überblick, wie die Auswahl typischerweise abläuft, gibt dir Wie KI-Assistenten ein Kosmetikstudio in deiner Stadt auswählen.

Praktisch gehst du so vor: Frage selbst einen Assistenten, zum Beispiel „Welches Nagelstudio in [deine Stadt] bietet Gelnägel Neumodellage?“ oder „Wo kann ich in [deine Stadt] Wimpernverlängerung machen?“, und notiere, welche Studios genannt werden und mit welchen Angaben. Wenn du das nicht von Hand erledigen willst, misst der kostenlose Check von suggestedby.ai, ob dich die KI überhaupt nennt.

Für den Alltag reicht ein fester Rhythmus: Einmal im Monat Preise, Öffnungszeiten und Buchungslink prüfen, neue Fotos hochladen und offene Fragen beantworten. Wer dieses Vorgehen auf vier Wochen verteilen möchte, findet eine Schritt-für-Schritt-Liste in 30 Tage bis zur besseren KI-Sichtbarkeit.